Anleitung: Wissenschaftliche Arbeiten erstellen mit Microsoft Word 2007
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Diese Anleitung ist von mir erstellt worden um all jenen eine Hilfestellung zu bieten, die lieber ihre Energie in das Thema Ihrer wissenschaftlichen Arbeit stecken wollen, als in die umfangreichen Formatierungsoptionen von Word.
Ich habe dabei vor allem auf einen praktischen Aufbau und einen zweckdienlichen Inhalt geachtet, den ich anhand meiner eigenen Erfahrungen zusammengestellt habe. Diese Arbeit ist nirgendwo abgeschrieben und enthält keinerlei Plagiate (soweit ich weiß!). Sollten dennoch Ähnlichkeiten mit anderen Dokumenten auftauchen, bitte ich dies zu Entschuldigen und mich zu informieren. Oder mit anderen Worten:
Räder sehen nunmal überall auf der Welt aus wie Räder, erst recht, da sie nicht ständig neu erfunden werden. ;-)
Anmerkung am Rande: Um seine in Excel vorbereitete Literaturliste ordentlich formatiert in die Hausarbeit zu bekommen, kann man den Excel Converter nutzen. Einen kurzen Einblick gebe ich in dem Artikel “Excel Converter für Literaturverzeichnisse“
Inhaltsverzeichnis:
- Vorschläge zur Vorbereitung
- Grundsätzliche Vorgaben zur Formatierung erfassen
- Das erste Dokument erstellen
- Absätze und Schrift-/Seitenformatierungen setzen
- Formatvorlagen einstellen
- Praktische Anwendung von Formatvorlagen
- Wichtiger Tipp am Rande: Einfügen von Zeilenumbrüchen
- Dokumentenstruktur aufbauen und gliedern
- Gemeinsam die grobe Struktur aufbauen
- Seitenzahlen formatieren
- Kopf- und Fußzeilen einfügen/bearbeiten
- Bilder und Tabellen einfügen und beschriften
- Tabellen- und Abbildungsverzeichnis automatisch einfügen
- Inhaltsverzeichnis automatisch einfügen
- Mit Quellen arbeiten
- Literaturverzeichnis automatisch erstellen
- Arbeiten mit Fußnoten
- Ein Wort zum Schluss
Ein Wort vorweg
Meine Dozenten haben immer vorweg gesagt, dass wir früh mit unseren Seminararbeiten anfangen sollen. Hinzu kam meistens der Hinweis, erst recht das tatsächliche Word™-Dokument möglichst vor Beginn der Arbeit aufzubauen und entsprechend zu gliedern, damit man später, wenn beide Ohren tief im Thema stecken, keinen Stress mehr mit der Technik hat.
Daran habe ich mich eigentlich nie gehalten :-)
Hätte ich mal lieber, denn bei einem hatten sie, im Nachhinein betrachtet, völlig recht: man spart sich in der Tat eine Menge Stress (und zwar eine GANZE Menge), wenn das Word™-Dokument bereits steht, wenn man in das Thema einsteigt. Erst recht (und hier spielt wieder meine Erfahrung die Hauptrolle), wenn man in abgehetzten Nachtschichten “nur noch mal drüberschaut” … also die Arbeit tatsächlich erstellt :-)
Ein’s noch zum Umfang, da ich doch einige Male mit sorgengeplagtem Gesicht angesprochen werde, was es alles zu beachten gilt in Word™: Es ist nicht viel, was man beachten muss, aber das sollte dafür umso genauer beachtet werden!
Es wird konkret: Vorschläge zur Vorbereitung
Aus diesen Gründen empfehle ich folgende Vorgehensweise, wobei hier nicht “die Weisheit mit Löffeln gefressen” wurde:
- Der allererste Schritt muss eigentlich immer sein, bei dem entsprechenden Lehrinstitut nachzufragen, welche Formatierungen im Rahmen von wissenschaftlichen Arbeiten erwünscht, bzw. vorgegeben sind, da hierauf alle technischen Details aufbauen. Machen Sie sich wirklich schlau dazu, denn gerade kleinere Details können hier wichtige Notenpunkte ausmachen. Manche Dozenten weichen hier im Detail von der Vorgabe des Instituts ab und sollten gesondert gefragt werden (in Seminararbeiten gibt immerhin der Dozent die Note ;-) ).
- Bevor Sie Ihr Thema zu bearbeiten anfangen, bereiten Sie ihr Word™-Dokument vor und gliedern Sie es zumindest grob vor, damit später nur noch Inhalte eingefügt werden müssen.
- Wenn das Dokument soweit vorbereitet ist, speichern Sie es als “Steinbruchversion” ab und nutzen Sie es während der Literaturrecherche als Notizbuch. Wie das genau zu verstehen ist, werde ich nachfolgend genauer erläutern.
- Bis das erste vollständige Dokument entstanden ist, müssen Sie nicht sonderlich auf Versionierung achten. Sie brauchen also nicht ständig neue Versionen abzuspeichern um eine Historie zu haben. Später, wenn das abgeschlossene Dokument immer wieder überarbeitet wird (und das wird sicherlich oft der Fall sein, wie die Erfahrung zeigt), lohnt es sich, hier etwas mehr Mühe hineinzustecken. Dazu aber später ebenfalls mehr.
Keine Panik!
Alles in allem sollte man für die ersten, technischen Vorbereitungen innerhalb von Word™ ca. 1 bis 2 Stunden einkalkulieren (Erfahrene Benutzer sind hier sicherlich schon in einer halben Stunde fertig). Hinzu kommen ca. 5 Minuten für das “Zurücklehnen im Stuhl und tief ausatmen weil zumindest diese Baustelle vom Tisch ist” :-)
Grundsätzliche Vorgaben zur Formatierung erfassen
Je nachdem, welche Vorgaben Ihr Lehrinstitut gibt, werden Sie vermutlich folgende Fragen beantworten können:
- Welche Formatierung der Schrift ist vorgegeben?
–> Schriftgröße, Schriftart - Wie sollen Absätze formatiert sein?
–> Zeilenabstand, Abstand vor und nach Absätzen, Blocksatz oder Linksbündig - Welche Seitenabstände zum Inhalt sind vorgegeben?
–> Abstände links, rechts, oben und unten vom Seitenrand zum Text - Sollen Überschriften durchnummeriert sein?
–> In der Regel ja, in Form von “1. Ebene 1″ … “1.1. Ebene 2″ … usw - Welche Zitierregeln müssen angewendet werden?
- Wo müssen inhaltliche Vorgaben eingepflegt sein?
–>Inhalts-, Tabellen-, Literatur- Abbildungsverzeichnisse; Eidesstattliche Versicherung; Deckblatt, …
Sollten Sie diese Fragen nicht beantworten können, sprechen Sie Ihren Dozenten oder Ihr Lehrinstitut an und erfragen dies! Es gilt ferner, dass, je nach Vorgaben, hier noch andere Fragen eine Rolle spielen könnten, die ich hier nicht beachtet habe. Wie gesagt, diese Anleitung ist nicht das goldene Buch zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten, sondern ein Rundum-Schlag für die wichtigsten Dinge in Word 2007™!
Das erste Dokument erstellen
Öffnen Sie ein neues Dokument in Word 2007™ und speichern Sie dieses innerhalb Ihrer gewünschten Ordnerstruktur ab. Ich empfehle, es erstmal als “Vorlage_Hausarbeits-dokument.docx” (oder etwas ähnlichem) zu speichern.
Achten Sie dabei darauf, dass Sie es als Word 2007™-Dokument abspeichern, also die Dateiendung docx lautet. Dies ist automatisch der Fall, wenn Sie das Dokument einfach als “Word-Dokument” abspeichern.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, wie Sie Absätze formatieren, Seitenränder einrichten oder Formatvorlagen bearbeiten…
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11 Kommentar(e)
Nun ja, die Sachverhalte können so einfach erscheinen. Herzlichen Dank für die Erklärungen ;-)
Vielen Dank für die sehr gelungende Anleitung mit Sceenshots; endlich vertshe ich auch diese Formatvorlagen und Umbrüche richtig.
Bitte weiter so ^^
Herzlichen Dank für die große Hilfe!!!!
HAb allerdings noch eine Frage, wenn ich das Dokument wie beschrieben formatiert habe, und im Blocksatz bin, so dehnt sich bei der Eingabe eines Zeilenumbruchs (Shift + Enter) die letzte Zeile. Wie kann ich das verhindern?
Wäre sehr dankbar für eine Lösungshilfe!
Lieben Gruß K
Karin
Hallo Karin,
freut mich zu hören, dass dir die Anleitung geholfen hat :-)
Wie du schon geschrieben hast, machst du mit Shift+Enter einen Zeilenumbruch. Daher gehört die nachfolgende, neue Zeile ebenfalls zu dem vorherigen Absatz. Aus diesem Grund wird die letzte Zeile davor ebenfalls im Blocksatz dargestellt.
Die einzige Möglichkeit, die ich sehe ist, einen komplett neuen Absatz zu machen (also nur Enter, statt Shift+Enter) und den oberen Absatz mit einer neuen Formatvorlage zu versehen. Diese Vorlage wäre dann identisch mit der normalen Absatzvorlage, bis auf den Abstand zum nachfolgenden Absatz. Dies müsstest du dann so anpassen, dass es so “aussieht” wie ein Zeilenumbruch.
Ist nicht unbedingt sehr elegant, aber besser, als den einen Absatz mit Biegen und Brechen irgendwie hinzubekommen. Mit solchen Aktionen macht man sich langfristig keinen Gefallen ;-)
Lieben Gruß, Christian
Hallo Christian,
vielen Dank für deine Hilfe! Ist zwar ein bisschen kompliziert, aber wenns keine andere Lösung gibt….dann halt so.
Liebe Grüße
Karin
Hallo Karin,
ist zwa schon her aber vielleicht hilft dir dennoch.
Du mußt einfch vor “Shift+Enter” ein “Tab” einfügen. also “Tab+Shift+Enter”. Dann bleibt die letzte Zeile linksbündig als “Flattersatz”.
Spontan-Antwort.
Viel Erfolg stefan
Jetzt habe ich mir geraden die Vorlage gekauft, weiß aber nicht, wie ich sie für meine eigenen Zwecke verwenden kann. Die kann ich ja nicht ändern. Muss ich das mit der Anleitung machen, als hätte ich gar kein fertiges Tool gekauft. Ich kapier das leider nicht.
Vielen und liebe Grüße
Eva
Hallo Eva,
das ist leider richtig. Die Vorlage ist lediglich statisch und kein fertiges Tool (welches sehr aufwendig zu programmieren wäre). In dieser Vorlage sind alle Schritte aus der Anleitung bereits durchgeführt und daher als extra Hilfestellung zu sehen. Wenn es dir gemeinsam mit der Anleitung nicht hilft, kann ich den Kauf gerne rückgänig machen. Schreib mir dazu bitte eine Email an info@studitools.com von der Email-Adresse, von der du die PayPal-Zahlung veranlasst hast.
LG, Christian
Lieber Christian!
Danke, das passt schon so. Ich habs nur nicht verstanden. Ich werde mich schon durchkämpfen.
Lg
Eva
Hallo, ich habe meine Vorlage nach dem Tutorial nachgebaut, allerdings läüft die Seitennummerierung in Abschnitt 3 (der ja nach dem Hauptteil wieder mit römischen Zahlen den Abschnitt 1 vervollständigen soll) mit dem nächsthöheren Zahlenwert des zweiten Abschnitts weiter und beginnt nicht mit dem nächsthöheren Zahlenwert aus Abschnitt 1. Woran liegt das? Das Problem kann ja wohl kaum damit gelöst werden, dass man in Abschnitt 3 mit der Funktion “Seitennummerierung – Beginnen bei X” wieder an Abschnitt 1 anknüpft. Das soll ja automatisch passieren.
Soweit ich weiß, kann man die Seitennummern nicht über einen Abschnitt hinaus verknüpfen, also höchstens an dem vorherigen Abschnitt anhängen. Demnach muss man dies tatsächlich über “Beginnen bei X” manuell einstellen. Wenn du eine andere Lösung findest, sag’ bitte Bescheid. Das würde mich auch sehr interessieren.